Ganzheitliche Betrachtung des Menschen

Boudewijn Vermeulen (1939 – 2014) entwickelte über vier Jahrzehnte eine holistische Coaching-Methodik, die darauf basiert, dass Menschen vorrangig durch emotionale und physische Aspekte, statt rein rational, gesteuert werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse unterstützen dies, was erklärt, warum ausschließlich logisch-analytische Ansätze in der Praxis oft an ihre Grenzen stoßen.

3 Kernbestandteile der Boudewijn Vermeulen®-Methode

Die Boudewijn Vermeulen®-Methode integriert alle Dimensionen des menschlichen Bewusstseins – Körper (Verhalten), Geist (Kognition) und Seele (Emotion) – in ihren drei zentralen Komponenten:

  1. Analyse Kritischer Beziehungen: Vermeulen erkannte, dass fast jedes menschliche Problem ein Beziehungsproblem ist, oft sichtbar in unzufriedenstellenden, angespannten Beziehungen. Durch das Verständnis und die Klärung dieser Beziehungen können Probleme gelöst oder zumindest verbessert werden.
  2. Arbeit mit Zwei Kräften: Vermeulen nutzte einen Prozess, der auf zwei inneren Kräften basiert – motivierenden und blockierenden. Die Identifizierung und Bearbeitung dieser Kräfte ermöglicht eine bewusste Steuerung und Nutzung zum eigenen Wohl.
  3. Körperorientierter Ansatz: Der Körper spielt eine zentrale Rolle für das Selbstverständnis und die Reflexion. Körperliche Wahrnehmung und deren richtige Interpretation sind essentiell, oft vernachlässigt in unserer rational geprägten Gesellschaft.

In meiner Coaching-Praxis für Führungskräfte, Selbständige und andere Dauerleistende setze ich, wie Vermeulen, auf einen ganzheitlichen Ansatz. Viele Führungskräfte leiden unter Frustration und Erschöpfung, bedingt durch unproduktive Situationen. Anstelle konventioneller Trainings, die lediglich kurzfristige Lösungen bieten, fokussiere ich auf eine ganzheitliche Herangehensweise. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Kombination und Balance von Körper, Seele und Geist, individuell abgestimmt auf jeden Klienten. Mein Ansatz basiert auf einer Vielzahl von Modellen und Theorien, unter anderem von Eric Berne, Antonio R. Damasio, Moshé Feldenkrais, Daniel Coleman, Edmund Jacobson, Alexander Lowen, Frederick S. Perls, Friedemann Schulz von Thun und Paul Watzlawick.

Das Ergebnis ist eine nachhaltige, positive Veränderung, weniger Belastung und eine verbesserte Lebensqualität, die als solide Basis für mehr Erfolg und Erfüllung dient.

Der Einsatz der Methoden

Durch den Einsatz dieser Methoden und Theorien in meinen Seminaren und Coachings für Führungskräfte, entsteht ein tiefgreifender Prozess. Ziel ist es, das Bewusstsein der Führungskräfte für ihre eigenen emotionalen, kognitiven und physischen Muster zu schärfen. Dadurch können sie nicht nur ihre eigenen Herausforderungen besser bewältigen, sondern auch ein verständnisvolleres und effektiveres Führungsverhalten entwickeln.

Die Einbeziehung von Körperbewusstseinsübungen und Entspannungstechniken ermöglicht es den Führungskräften, Stress abzubauen und ein höheres Maß an Achtsamkeit zu entwickeln. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um in der heutigen schnelllebigen und oft stressigen Geschäftswelt bestehen zu können. Darüber hinaus fördert der ganzheitliche Ansatz eine tiefere Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung, was zu einer verbesserten Entscheidungsfindung und Problemlösungsfähigkeit führt.

Mein Ansatz im Coaching ist stark individualisiert. Ich berücksichtige die spezifischen Bedürfnisse und Umstände jeder Führungskraft, um eine maßgeschneiderte Herangehensweise zu entwickeln, die zu echten und dauerhaften Veränderungen führt.

Dies beinhaltet eine gründliche Analyse der individuellen Situation und Herausforderungen sowie die Entwicklung eines persönlichen Entwicklungsplans, der auf die speziellen Ziele und Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist.

Die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischen Übungen bildet die Grundlage für mein Coaching-Programm. Die Teilnehmer werden nicht nur mit den neuesten Erkenntnissen und Techniken ausgestattet, sondern erhalten auch praktische Werkzeuge und Strategien, die sie unmittelbar in ihrem beruflichen und privaten Leben anwenden können. Das Ziel ist es, eine ganzheitliche Verbesserung zu erreichen, die nicht nur die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz steigert, sondern auch zu einem ausgewogeneren und erfüllteren Leben führt.

Abschließend lässt sich sagen, dass mein Coaching-Ansatz für Führungskräfte darauf abzielt, nicht nur die Symptome von Stress und Unzufriedenheit zu lindern, sondern die Ursachen anzugehen und nachhaltige Lösungen zu bieten. Durch die Integration von Körper, Geist und Seele werden meine Klienten befähigt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und sowohl in ihrem beruflichen als auch im privaten Leben Erfolg und Erfüllung zu finden.


Die Methoden

Transaktionsanalyse

Eric Berne

Die Transaktionsanalyse, begründet von Eric Berne in den 1950er Jahren, ist eine psychologische Theorie und eine Methode der Psychotherapie, die sich mit den zwischenmenschlichen Beziehungen und Kommunikationsmustern beschäftigt. Sie basiert auf der Annahme, dass soziale Transaktionen – also Austauschprozesse zwischen Menschen – auf drei unterschiedlichen Ich-Zuständen beruhen: dem Eltern-Ich, dem Erwachsenen-Ich und dem Kind-Ich.

Das Eltern-Ich repräsentiert internalisierte Verhaltensweisen, Einstellungen und Gefühle, die von den Elternfiguren übernommen wurden. Es ist geprägt von Fürsorge, aber auch von Kritik und kann in fördernde und kritische Aspekte unterteilt werden.

Das Erwachsenen-Ich ist die objektive, datenverarbeitende Komponente der Persönlichkeit, die auf Logik und Realität basiert. Es ermöglicht eine rationale Analyse und Problemlösung.

Das Kind-Ich umfasst die ursprünglichen Impulse, Emotionen und Bedürfnisse, die in der Kindheit erlebt wurden. Es kann in ein freies, kreatives Kind und ein angepasstes oder rebellisches Kind unterteilt werden.

Die Transaktionsanalyse untersucht, wie diese Ich-Zustände in der Kommunikation eingesetzt werden und wie sie Beziehungen beeinflussen. Ziel ist es, dysfunktionale Muster zu erkennen und zu verändern, um gesündere und effektivere Kommunikation zu fördern. Sie wird in der Psychotherapie, im Coaching und in der Organisationsentwicklung angewendet, um das Verständnis von Interaktionsmustern zu verbessern und persönliche sowie berufliche Entwicklung zu unterstützen. Eric Bernes Transaktionsanalyse bietet somit ein tiefgreifendes Werkzeug zur Analyse und Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen.

somatische Marker-Hypothese

Antonio R. Damasio

Antonio R. Damasio ist ein renommierter Neurowissenschaftler, dessen Arbeit wesentliche Beiträge zum Verständnis der Beziehung zwischen Gehirn, Emotionen und Bewusstsein leistet. Seine Forschung konzentriert sich auf die neurobiologischen Grundlagen von Gefühlen, Entscheidungsfindung und Bewusstsein. Ein zentraler Aspekt seiner Theorie ist die Rolle der Emotionen und des Körperzustands bei der Gestaltung von Entscheidungen und rationalem Denken.

Damasio argumentiert, dass Emotionen nicht ein Hindernis für rationales Denken sind, sondern eine wesentliche Komponente, die zur Entstehung von Vernunft beiträgt. Er unterscheidet zwischen Emotionen, die körperliche Zustände sind, und Gefühlen, die bewusste Wahrnehmungen dieser Zustände darstellen. Seine Hypothese besagt, dass emotionale Signale im Körper entstehen und dann vom Gehirn verarbeitet werden, was zu einer bewussten Gefühlserfahrung führt.

Ein Schlüsselkonzept in Damasios Arbeit ist die "somatische Marker-Hypothese". Diese besagt, dass emotionale Prozesse, vermittelt durch körperliche Zustände, eine entscheidende Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen. Somatische Marker sind Körpersignale, die bestimmte Gedanken verstärken oder abschwächen und somit die Entscheidungsfindung beeinflussen.

Damasios Forschung zeigt auf, wie eng Geist und Körper miteinander verbunden sind. Sie hat weitreichende Implikationen für das Verständnis des menschlichen Verhaltens und wird in Bereichen wie Psychologie, Neurowissenschaft, Philosophie und künstliche Intelligenz angewendet. Damit hat er wesentlich dazu beigetragen, das traditionelle Bild des Menschen als vorrangig rationales Wesen zu hinterfragen und zu erweitern.

Emotionale Intelligenz

Daniel Coleman

Daniel Goleman, ein amerikanischer Psychologe und Wissenschaftsjournalist, ist vor allem bekannt für seine Arbeit zum Thema Emotionale Intelligenz (EI). In seinem einflussreichen Buch "Emotionale Intelligenz" aus dem Jahr 1995 prägte er den Begriff weitgehend und machte ihn populär. Emotionale Intelligenz bezieht sich auf die Fähigkeit, die eigenen Emotionen und die Emotionen anderer zu erkennen, zu verstehen und zu beeinflussen. Golemans Konzept von EI beinhaltet fünf Hauptkomponenten: Selbstbewusstsein, Selbstregulierung, Motivation, Empathie und soziale Fertigkeiten.

  1. Selbstbewusstsein bezieht sich auf das Verständnis der eigenen Emotionen und deren Auswirkungen auf das Leben.
  2. Selbstregulierung umfasst die Fähigkeit, Emotionen und Impulse zu kontrollieren oder umzuleiten.
  3. Motivation in diesem Kontext bezieht sich auf innerliche Antriebskräfte, die sich nicht ausschließlich auf externe Belohnungen stützen.
  4. Empathie ist die Fähigkeit, die Emotionen anderer zu erkennen und zu verstehen, was besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig ist.
  5. Soziale Fertigkeiten betreffen die Fähigkeit, Beziehungen zu managen und zu pflegen sowie effektiv zu kommunizieren und Konflikte zu lösen.

Goleman argumentiert, dass EI mindestens genauso wichtig wie der Intelligenzquotient (IQ) für den persönlichen und beruflichen Erfolg ist. Seine Arbeit hat die Art und Weise, wie wir über Intelligenz, Führungsqualitäten und persönliche Entwicklung denken, maßgeblich beeinflusst. Emotionale Intelligenz wird inzwischen in vielen Bereichen wie Bildung, Unternehmensführung und persönlicher Entwicklung als Schlüsselkompetenz anerkannt und gefördert.

Progressive Muskelentspannung

Edmund Jacobson

Edmund Jacobson war ein amerikanischer Arzt und Physiologe, der die Progressive Muskelentspannung (PMR) entwickelte, eine Methode zur Stressreduktion und Entspannung. Diese Technik, eingeführt in den 1920er Jahren, basiert auf der systematischen Anspannung und anschließenden Entspannung verschiedener Muskelgruppen im Körper. Jacobsons Ansatz gründet sich auf die Erkenntnis, dass körperliche Entspannung zu geistiger Entspannung führt.

Die Progressive Muskelentspannung ist in mehreren Schritten aufgebaut. Zuerst wird eine Muskelgruppe für einige Sekunden bewusst angespannt, meist beginnend mit den Muskeln der Füße und fortschreitend nach oben bis zum Kopf. Nach der Anspannung folgt eine Entspannungsphase, in der die Spannung bewusst gelöst wird. Dieser Wechsel von Anspannung und Entspannung soll dem Übenden helfen, ein tieferes Bewusstsein für körperliche Spannungszustände zu entwickeln und zu lernen, diese gezielt zu reduzieren.

PMR wird häufig zur Linderung von Stresssymptomen, zur Verbesserung des Schlafes, zur Reduzierung von Angstzuständen und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Sie ist eine leicht erlernbare und anwendbare Methode, die sowohl in therapeutischen Settings als auch im Selbstmanagement genutzt wird. Die Technik der Progressiven Muskelentspannung hat sich als effektives Mittel zur Förderung von Entspannung und Wohlbefinden etabliert und wird weltweit in verschiedenen Gesundheits- und Wellnessbereichen angewendet.

Bioenergetic

Alexander Lowen

Alexander Lowen war ein amerikanischer Arzt und Psychotherapeut, der die Bioenergetik entwickelte, eine Körperpsychotherapie, die auf der Verbindung zwischen Körper und Psyche basiert. Die Bioenergetik, in den 1950er Jahren begründet, zielt darauf ab, durch körperliche Übungen, Atemtechniken und emotionale Ausdrucksformen ein verbessertes Körperbewusstsein und psychische Gesundheit zu erreichen.

Lowens Ansatz basiert auf der Annahme, dass emotionale und psychologische Probleme in körperlichen Verspannungen und Blockaden manifestiert sind. Die Bioenergetik sieht den Körper als Speicher für emotionale Energie und nutzt körperliche Bewegungen, um diese Energie freizusetzen und psychische Prozesse zu beeinflussen. Durch die Arbeit mit dem Körper sollen unterdrückte Gefühle und Traumata zugänglich und bearbeitbar gemacht werden.

Die Methode umfasst eine Reihe von körperlichen Übungen, die darauf abzielen, Muskelspannungen zu lösen, die Atmung zu vertiefen und den emotionalen Ausdruck zu fördern. Ziel ist es, eine harmonische Verbindung zwischen Körper und Geist herzustellen, was zu einem verbesserten allgemeinen Wohlbefinden und einer gesteigerten Lebensenergie führt.

Bioenergetik wird in der Psychotherapie angewandt, um Klienten zu helfen, ihre Körperwahrnehmung zu verbessern, emotionale Blockaden zu lösen und ein tieferes Verständnis ihrer selbst zu entwickeln. Sie ist besonders wirksam bei der Behandlung von Angst, Depression und anderen emotionalen Störungen. Lowens Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, das Verständnis der körperlichen Dimensionen psychischer Probleme zu erweitern und die Bedeutung des Körpers in der therapeutischen Praxis zu betonen.

Gestaltmethode

Frederick S. Perls

Frederick S. Perls, ein deutsch-amerikanischer Psychiater und Psychotherapeut, ist der Begründer der Gestalttherapie, einer einflussreichen Form der humanistischen Psychotherapie, die in den 1940er und 1950er Jahren entwickelt wurde. Die Gestalttherapie betont die Bedeutung des Bewusstseins für das Hier und Jetzt, die Selbstverantwortung und das Erleben von Gefühlen und Gedanken in der Gegenwart.

Die Grundannahme der Gestalttherapie ist, dass Menschen sich am besten entwickeln und ihre Probleme lösen können, wenn sie sich ihrer selbst und ihrer Umgebung vollständig bewusst sind. Dieser Ansatz fördert das ganzheitliche Verständnis des Individuums, indem sowohl geistige als auch emotionale und körperliche Aspekte integriert werden.

Perls sah in ungelösten emotionalen Konflikten und unerfüllten Bedürfnissen die Hauptursachen psychischer Probleme. Die Gestalttherapie verwendet Techniken wie Dialog, Rollenspiel und kreativen Ausdruck, um Klienten zu helfen, diese ungelösten Konflikte zu erkennen und anzugehen. Ein wichtiger Aspekt der Therapie ist die Arbeit mit dem "unerledigten Geschäft" – unausgesprochene Gefühle oder Erfahrungen aus der Vergangenheit, die gegenwärtige Beziehungen und Verhaltensweisen beeinflussen.

Die Gestalttherapie zielt darauf ab, das Bewusstsein für den eigenen Lebensprozess zu erhöhen und fördert die Selbstakzeptanz und das persönliche Wachstum. Sie wird in der Psychotherapie, in Beratungssituationen und in der persönlichen Entwicklung angewendet und ist bekannt für ihren direkten, erlebnisorientierten Ansatz. Perls' Arbeit hat die Psychotherapie nachhaltig beeinflusst und die Bedeutung der Gegenwart und des ganzheitlichen Erlebens in der therapeutischen Praxis hervorgehoben.

Kommunikation

Friedemann Schulz von Thun

Friedemann Schulz von Thun ist ein deutscher Psychologieprofessor und Kommunikationsexperte, der besonders für sein Modell der "Vier Seiten einer Nachricht" bekannt ist, auch als "Vier-Ohren-Modell" bezeichnet. Dieses Modell, entwickelt in den 1980er Jahren, ist ein Werkzeug zur Analyse von Kommunikationsprozessen und betont die Mehrdimensionalität menschlicher Kommunikation.

Das Modell basiert auf der Idee, dass jede gesendete Nachricht vier verschiedene Aspekte beinhaltet: den Sachinhalt (worüber informiert wird), die Selbstoffenbarung (was der Sender über sich selbst aussagt), den Beziehungsaspekt (was der Sender vom Empfänger hält und wie er zu ihm steht) und den Appell (was der Sender beim Empfänger erreichen möchte).

Schulz von Thuns Ansatz trägt dazu bei, Missverständnisse und Konflikte in der Kommunikation zu verstehen und zu lösen. Er lehrt, dass der Empfänger einer Nachricht auf vier "Ohren" hört und je nach Situation und Beziehung zum Sender unterschiedliche Aspekte einer Nachricht betont oder missinterpretiert werden können.

Das Vier-Ohren-Modell wird in vielen Bereichen wie der Kommunikationspsychologie, im Coaching, in der Mediation und in der Führungskräfteentwicklung eingesetzt. Es hilft, die Komplexität von Kommunikationsprozessen zu erfassen und effektive Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln. Schulz von Thuns Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Vielschichtigkeit und Bedeutung von Kommunikation in zwischenmenschlichen Beziehungen zu schärfen.

Konstruktivismus

Paul Watzlawick

Paul Watzlawick war ein österreichisch-amerikanischer Psychologe, Psychotherapeut und Kommunikationstheoretiker, bekannt für seine Beiträge zum Konstruktivismus und zur systemischen Therapie. Er spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Theorie, dass Wirklichkeit subjektiv konstruiert wird und Kommunikation grundlegend für menschliche Beziehungen und die Konstruktion von Wirklichkeit ist.

Eines seiner bekanntesten Konzepte ist das "Fünf Axiome der Kommunikation", die grundlegende Prinzipien menschlicher Interaktion beschreiben. Diese Axiome umfassen unter anderem die Ideen, dass man nicht nicht kommunizieren kann (jedes Verhalten ist eine Form der Kommunikation) und dass jede Kommunikation einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt hat, wobei letzterer den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist.

Watzlawick betonte, dass die Art und Weise, wie Menschen ihre Wirklichkeit konstruieren, tiefgreifende Auswirkungen auf ihr Verhalten und ihre psychische Gesundheit hat. Er trug wesentlich dazu bei, die Bedeutung von Sprache und Kommunikation in der Psychotherapie zu etablieren und zeigte auf, wie durch Veränderungen in der Kommunikation Verhaltensänderungen und Problemlösungen erreicht werden können.

Sein Werk hat nicht nur die Psychotherapie und die Kommunikationswissenschaften beeinflusst, sondern auch Bereiche wie die Organisationsentwicklung und die Pädagogik. Watzlawicks Ansätze sind zentral für das Verständnis, wie Menschen ihre eigene Realität erschaffen und wie durch Kommunikation Veränderungen in der Wahrnehmung und im Verhalten herbeigeführt werden können.

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