Attraversiamo - mail für dich: Ultreia, lebe es! (20)

20. Ausgabe von Attraversiamo - mail für dich

Liebe bisherige Teilnehmende von Attraversiamo und Grenzgänger, liebe Coaching-Klienten, liebe Interessierte!
Ich hoffe, ihr könnt die Adventszeit für euch gestalten und genießen. Und den typischen Jahresendstress meistern oder sogar darauf verzichten. In der heutigen Ausgabe von Attraversiamo – mail für dich geht es um das Wohin? und das Wo lang? Und um die Werkzeuge, wie du diese Fragen für dich beantworten kannst.

Impuls

Wer öfters wandert kennt vermutlich diese Situation: plötzlich geht es auf dem geplanten Werg nicht weiter. Manchmal gibt es eine Info zu einer Umleitung, aber oftmals sind wir auf uns allein gestellt. Vielleicht bedeutet die Umleitung auch, eine große zusätzliche Strecke gehen zu müssen. Und manchmal sieht es für uns vielleicht wie auf diesem Bild aus:

Umleitung heißt für mich: den Weg, den ich gewählt habe, kann ich nicht wie geplant fortsetzen. Eine Umleitung kann mir helfen, mein Ziel auf einem anderen Weg zu erreichen. Im Leben gibt es oftmals keine Hinweisschilder - oder auch zu viele. Ich muss also selbst wählen, welchen Weg ich nehme. Oder sollte ich das Ziel selbst in Frage stellen? Die Wahl liegt immer bei mir.

Doch was war eigentlich mein Ziel, was wollte ich mit meiner Aktivität, meiner Anstrengung erreichen?

Wir tun nicht was wir wollen – wir wollen was wir tun.“

So fasste Wolfgang Frühwald bei einer Podiumsdiskussion der Süddeutsche Zeitung im Jahr 2004 Ergebnisse aus der Gehirnforschung zusammen. Schon 1979 hat der Neurophysiologe Benjamin Libet in einem Experiment nachgewiesen, dass in unserem Gehirn die Entscheidung für eine Handlung unbewusst stattfindet. Sie wird erst nachträglich durch das Bewusstsein der handelnden Person gleichsam ratifiziert. „Wir tun nicht was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun“. Zahlreiche spätere Experimente kamen, so Gerhard Roth (Gehirnforscher der Uni Bremen), zum gleichen Ergebnis.

Eine erschreckende Erkenntnis, oder? Die Verantwortung für mein Handeln liegt bei mir und doch kann ich es nicht bewusst steuern. Ich bin vielmehr von meinem Unterbewusstsein gesteuert. Und wenn ich „kognitiv“ dagegenhalte, kann mich das seelisch und körperlich krank machen.

Wer schon mit dem VERMEULEN® Coaching in Kontakt gekommen ist hat erfahren, wie der Zugang zu den eigenen Themen (dem Wollen) im Unterbewussten stattfinden kann. Dyaden, der Voice Dialog und das Zeichnen sind einige der in den Seminaren und Einzelsitzungen praktizierten Methoden. Besonders wirksam ist das Wünscheprogramm, das am Ende einer Coachingeinheit oder auch als Hauptthema stehen kann. Dadurch kommen wir in Kontakt mit dem, was wir tief in uns wollen. Das Ergebnis kann weh tun. Zum einen die Erkenntnis, dass wir viel Lebenszeit und -energie darauf verwendet haben, einen Weg zu einem Ziel zu finden, das nicht unseres ist. Und zum anderen die Erfahrungen bei der Umsetzung, wenn wir uns aus Sicht unserer Umgebung „ungewohnt verhalten“. Als Grenzgänger kann es passieren, Unverständnis zu erfahren. Z.B., wenn wir unsere berufliche Arbeit in inhaltlicher oder quantitativer Hinsicht verändern, weil wir im Spannungsfeld Beruf-Familie zusätzlich uns selbst als Komponente einfügen und für uns sorgen. Im Grenzgänger-Sein liegt dabei auch eine große Stärke: Grenzgänger können „mit beiden Seiten“ zusammenarbeiten. Sie wirken integrierend und vermittelnd. Sie „fühlen mit“ mit anderen ohne mit ihnen „mitzuleiden“. Oder um in unserem Bild zu sprechen: sie finden den richtigen Weg (ihr Tun), weil sie in Kontakt mit ihren inneren Zielen (ihrem Wollen) sind.

Rückblick und persönliche Reflektion

Aus den früheren Newslettern kennst du meine Themen, die mich beschäftigen. Dazu habe ich mich in persönlichen Gesprächen mit anderen ausgetauscht und reflektiert. Allen Gesprächspartner (u.a. Cyril, Hans, Silke, Eilhard) an dieser Stelle herzlichen Dank. Ein besonderer Schwerpunkt waren dabei meine Themen Zielgruppe, Formate, vertriebliche Ansprache. Aufgrund der Gespräche und einiger Experimente sowie Bilder zu den Themen festigt sich mein Bild:

Zielgruppen

„Ich helfe Menschen, das Beste in sich zum Vorschein zu bringen.“ Das ist mein Anspruch. Besonders wirksam sind meine Angebote für alle, die sich im Spannungsfeld Beruf und Familie aufreiben und dabei persönliche Freiräume vermissen. Hier kann ich in den Gesprächen aus meinen eigenen Erfahrungen besonders gut mitfühlen. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit Menschen, die den Übergang von der Orientierung am beruflichen Erfolg hin zu neuen Themen meistern wollen.

Vertriebliche Ansprache

Mit VERMEULEN® COACHING habe ich eine klare, nachvollziehbare Leistungszusage und Nutzenargumentation. Diese ergänze ich über meinen persönlichen Hintergrund zu den besonderen Situationen meiner Zielgruppe. Und durch den spirituellen Hintergrund der Seminare in St. Ottilien, der Herz und Seele anspricht, ohne missionarisch zu wirken oder wirken zu wollen.

Als Experiment war ich im Oktober zweimal mit jeweils einer Person 2 Tage wandern, das Walk and Talk exklusiv Format. Jeweils zugeschnitten auf die Themen und die Physis der jeweiligen Person. Meine eigene Erkenntnis daraus: das ist mein Ding - gemeinsam in Bewegung. Damit bestätigt sich mein Portfolio: Einzelcoaching, Gruppenseminare, Walk and Talk.

Diesen Prozess der Reflektion, das in Kontakt kommen mit meinen Wünschen und der Austausch mit anderen dazu werde ich fortsetzen. Ich freue mich über jede Art von Außenbild und Austausch, die ich dafür von euch bekomme, vielen Dank im Voraus!

Was es noch zu teilen gibt

Die früheren Ausgaben von Attraversiamo – mail für dich sind unter https://www.fischer-perse.de/news.html verfügbar.

Vor kurzem habe ich einen LinkedIn Beitrag veröffentlicht: Zur Ruhe kommen. Oder: Wann ist es Zeit für den Rücktritt? Und was kommt danach?

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7403818172279054336/

Darin vergleiche ich die Reaktion von Selbstständigen auf die Frage nach dem Ruhestand mit dem Verhalten und den Aussagen von Thomas Gottschalk und der Klarinettistin Sabine Meyer. Über Reaktionen, Kommentare und Weitergabe freue ich mich sehr.

Ausblick und Termine

Hier in der Übersicht die nächsten geplanten Termine und Angebote :

Lass mich wissen, ob wir im Gespräch für dich klären können, was am besten für dich passt.

Mein Wunsch für dich

Ultreia: Geh weiter, geh über dich hinaus, geh an deine Grenzen! Lebe das von dir, was du verstanden hast. Auch wenn es dir wenig erscheint: lebe es!

(Ultreia: Grußwort aus dem Spanischen (vom lateinischen) „eia ultra“ = vorwärts, wird auch von Pilgern auf dem Jakobsweg genutzt.)
(angelehnt an ein Zitat von Frère Roger: „Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.“)

 

Eine entspannte Adventszeit, Frohe Weihnachten im Kreis deiner Lieben und einen gelingenden Start ins Neue Jahr! Möge dir in 2026 alles mit Freude gelingen, was dir wirklich wichtig ist!

In Verbundenheit

Uwe